Hansa-Glasbau | Glasbausteine - Glasstahlbetonbau
Ab 1946

Doch schon 1946 starb H. Pentzin im Alter von 77 Jahren. H. Nägeler konnte sich als hochbetagter Mann nicht mehr persönlich um das Schicksal der Firma kümmern. Bei seinem Tod im Jahr 1953 war er 82 Jahre alt. Er hinterließ keinen männlichen Nachfolger.

Beide Gründer hatten sich in rund 40 Jahren selbständiger Unternehmertätigkeit hohes Ansehen in Hamburg erworben. Redlichkeit, Umsicht, Fleiß sowie eine gewisse Selbstbeschränkung bestimmten ihr Handeln, das stets von hanseatischem Geist geprägt war.

Diesem Vorbild folgte auch der Sohn Ernstotto Pentzin, der 1945 in die Firma eintrat. Bevor er als Soldat in den Krieg geschickt wurde, lernte er Maurer und bestand anschließend sein Ingenieur-Examen an der Bauschule in Hamburg. Schwer verwundet hatte er dann die Gelegenheit, an der Technischen Hochschule in Danzig zu studieren, bis ihn das Kriegsende nach Hamburg zurückbrachte. Seine Baumeisterprüfung bestand er 1950. Ernstotto Pentzin musste mit nur 23 Jahren in der schweren Nachkriegszeit das Firmenschiff wieder flott machen. Ganz im Sinne seiner Vorgänger gelang es ihm, das Unternehmen mit einfachen Mitteln aus kleinsten Anfängen heraus zu neuer Blüte zu führen. 1958 wurde er Mitglied der "Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V." Von Kriegsende an nahm die Firma Pentzin & Nägeler rege und vielfältig am Wiederaufbau der eigenen zerstörten Häuser hinzu.

So wurde eine große Anzahl an Wohn, Geschäfts- und Gewerbebauten für private und öffentliche Hand sowie für namhafte Wohnungsbaugesellschaften, für Banken und Sparkassen errichtet. Ebenso sind die von Pentzin & Nägeler errichtete Erlöserkirche am Berliner Tor, die russisch-orthodoxe Kirche in Stellingen und zahlreiche Schulen hervorragende Zeugen dieser Zeit. Dadurch hat Ernstotto Pentzin einen ebenso festen Platz in der Hamburger Bauwirtschaft errungen wie die Gründer.
Der zunächst notwendige Wiederaufbau lief langsam aus. Ernstotto Pentzin folgte weiterhin der Firmentradition und errichtete neue Bauten auf eigene Rechnung. Nach Erwerb, Erschließung und Bebauung von Grundstücken wurden die Objekte verkauft oder in die eigene Grundstücksverwaltung übernommen.

Ein vielfach beachtetes Objekt aus dieser Zeit ist das 1985 errichtete und 1997 auf 105 Zimmer erweiterte und modernisierte ALSTERKRUG-Hotel, das sich im alleinigen Familienbesitz befindet. Mit erweitertem Arbeitsgebiet und Einstieg des 30-jährigen Sohnes Jost Pentzin im Jahre 1975 in die bis dahin entstandenen Firmenbereiche wurde das Unternehmen von Ernstotto Pentzin neu strukturiert.
Jost Pentzin leistete nach dem Abitur seinen Wehrdienst, den er als Leutnant zur See d.R. abschloss. Damit folgte er einer alten Tradition der Familie, die sich der Seefahrt stets verbunden fühlt und auch einen großen Teil ihrer Freizeit damit ausfüllt. Sein Studium an der Technischen Hochschule in Hannover schloss er 1975 als Diplomingenieur ab, nachdem er vor und während seines Studiums in mehreren Bereichen des Baugewerbes praktisch gearbeitet hatte.

Seitdem arbeitet er zusammen mit seinem Vater als geschäftsführender Gesellschafter auf vielfältigen Gebieten der Firmengruppe Pentzin, um einen reibungslosen Übergang in die nächste Generation zu gewährleisten. Besonders engagiert sich Jost Pentzin bei der Entwicklung der Firma Hansa-Glasbau GmbH und des Glasstahlbetonbaus allgemein.

Er ist seit Jahren Vorsitzender der "Interessengemeinschaft der Glasbauer und Händler e.V." Ferner kümmert er sich zunehmend und maßgeblich um die Verwaltung eigener Grundstücke und Eigentumswohnungen. Er ist alleiniger Gesellschafter in der ALSTERKRUG-HOTEL GmbH mit der Befugnis zum Geschäftsführer. Ferner ist er langjähriges Mitglied der "Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V."